zyklus basiert Leben Frau mit Naturmaterialien in der Hand

Warum du nicht jeden Tag gleich funktionieren musst: Gib dir selbst die Erlaubnis für ein zyklisches Leben

Hand aufs Herz: Wie oft hast du dich diese Woche schon dafür verurteilt, dass du „nichts weitergebracht“ hast? Vielleicht hast du dir am Montag einen riesigen To-Do-Berg vorgenommen, voller Motivation. Und am Mittwoch? Da saßt du vor derselben Liste, hast dich müde gefühlt, vielleicht ein bisschen dünnhäutig, und dich gefragt: „Was ist los mit mir? Letzte Woche lief es doch so gut.“ Dabei lässt du eines außer acht: Wir führen ein zyklisches Leben.

Ich verrate dir ein Geheimnis, das mir selbst jahrelang gefehlt hat: Es liegt nicht an deiner Motivation und nicht an irgendetwas in deinem Kopf. Das Problem ist, dass wir versuchen, ein lineares Leben in einem zyklischen Körper zu führen.

Wir leben in einer Welt, die Taktung liebt. 24 Stunden, 7 Tage, immer gleich. Aber schau mal aus dem Fenster: Die Natur blüht nicht das ganze Jahr. Sie zieht sich zurück, sie ruht, sie wächst, sie strahlt. Sie führt ein zyklisches Leben – und genau das tust du auch.

Du hast einen inneren Frühling, einen Sommer, einen Herbst und einen Winter. Wenn wir das ignorieren, kämpfen wir gegen unsere eigene Natur an. Das kostet Kraft – Kraft, die dir dann für deine Herzensprojekte fehlt.

Heute lade ich dich ein, diesen Kampf zu beenden. Lass uns anschauen, wie du deinen Alltag (und deine Erwartungen an dich selbst) sanft an deinen inneren Rhythmus anpasst.

Deine 4 inneren Jahreszeiten: Ein Kompass für mehr Gelassenheit und dein zyklisches Leben

Stell dir deinen Zyklus einfach wie den Jahreskreis vor. In jeder Phase hast du andere Superkräfte – und andere Bedürfnisse.

Der innere Winter (Menstruation)

Die Zeit der Stille & Intuition

Draußen ist es kalt, die Natur schläft. Genauso ist es jetzt in dir. Deine Energie zieht sich nach innen zurück. Vielleicht fühlst du dich langsamer, hast weniger Lust auf Smalltalk.

Eine Knospe im Winter - die Natur führt ein zyklisches Leben
  • Deine Superkraft: Deine Intuition ist jetzt glasklar. Weil es im „Außen“ stiller wird, kannst du deine innere Stimme besser hören. Es ist die beste Zeit, um Entscheidungen zu fühlen, nicht zu zerdenken.
  • Mentaltraining-Impuls: Erlaube dir das „Weniger“. Wenn du jetzt versuchst, Bäume auszureißen, brichst du selbst ab.
  • Alltags-Tipp: Streich alles von der To-Do-Liste, was nicht überlebenswichtig ist. Sag Termine ab, die dich Kraft kosten. Mach es dir mit einer Decke gemütlich. Koche Suppen, die dich von innen wärmen. Jetzt ist nicht die Zeit zum Tun, sondern zum Sein.

Wärme ist jetzt essentiell. Ich liebe dieses Kirschkernkissen*, weil man es sich als Gurt befestigen kann. Und diesen Menstruationstee* trinke ich während dieser Zeit (beginne schon im inneren Herbst damit).

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Der innere Frühling (Follikelphase)

Die Zeit des Aufbruchs & der Ideen

Die Blutung ist vorbei, das Östrogen steigt. Wie die ersten Krokusse, die durch den Schnee brechen, kehrt deine Energie zurück. Plötzlich hast du wieder Ideen. Du hast Lust, Pläne zu schmieden.

  • Deine Superkraft: Neugier und Planung. Dein Gehirn ist jetzt besonders offen für neue Verknüpfungen. Du siehst Lösungen, wo du letzte Woche nur Probleme gesehen hast.
  • Mentaltraining-Impuls: Nutze diesen Aufwind! Aber Achtung: Verplane dich nicht sofort für den ganzen Monat, nur weil du dich jetzt gerade energiegeladen fühlst.
  • Alltags-Tipp: Jetzt ist die Zeit für Brainstorming. Schreib deine Visionen auf. Starte neue Projekte. Probier ein neues Rezept aus. Die Welt fühlt sich wieder leichter an – genieß es!

Der innere Sommer (Eisprung)

Die Zeit der Sichtbarkeit & Verbindung

Du stehst in voller Blüte. Deine Energie ist am Höhepunkt. Du bist magnetisch, kommunikativ und hast Lust auf Menschen. Das ist die Phase, in der wir uns oft fragen: „Warum kann ich nicht immer so sein?“

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  • Deine Superkraft: Kommunikation und Empathie. Es fällt dir leicht, dich zu zeigen, schwierige Gespräche zu führen oder einfach für andere da zu sein.
  • Mentaltraining-Impuls: Feiere dich! Aber vergiss nicht: Auch der längste Sommertag geht irgendwann in die Dämmerung über. Nutze die Energie, aber brenn dich nicht aus.
  • Alltags-Tipp: Leg dir wichtige Termine, Präsentationen oder Treffen mit der Familie genau in diese Zeit. Koche leicht und bunt – Salate, frisches Obst, alles was „Sonne“ schmeckt.

Der innere Herbst (Lutealphase)

Die Zeit der Wahrheit & Klarheit

Die Tage werden kürzer, der Wind wird rauer. Viele Frauen fürchten diese Phase (Stichwort PMS). Ich nenne sie gerne die „Aufräum-Phase“. Dein Fokus wandert wieder von außen nach innen. Du wirst kritischer – und das ist gut so!

  • Deine Superkraft: Detailblick und Abgrenzung. Du erkennst jetzt messerscharf, was in deinem Leben nicht stimmt. Was dich stört. Wo deine Grenzen überschritten werden.
  • Mentaltraining-Impuls: Nimm deine Gefühle ernst, aber handle nicht impulsiv. Wenn dich die Socken am Boden wahnsinnig machen, dann nicht, weil du „hysterisch“ bist, sondern weil dein Bedürfnis nach Ordnung jetzt lauter ist.
  • Alltags-Tipp: Dies ist die Zeit zum Abarbeiten und Abschließen. Buchhaltung, E-Mails leeren, Schränke ausmisten. Und ganz wichtig: Nein sagen lernen. Dein Körper verlangt jetzt nach Erdung. Wurzelgemüse, Eintöpfe und warme Socken sind jetzt deine besten Freunde.

Wie du dein zyklisches Leben mit dem Alltag (mit Job & Familie) vereinbarst

Ich höre dich schon sagen: „Charlotte, das klingt ja romantisch, aber ich kann meinem Chef nicht sagen, dass ich im Winter-Modus bin.“

Stimmt. Wir können die Welt da draußen (noch) nicht ändern. Aber wir können ändern, wie wir uns darin bewerten. Zyklusbasiert leben heißt für mich vor allem: Selbstmitgefühl.

Wenn du im inneren Herbst bist und die Geduld mit den Kindern verlierst, dann verurteile dich nicht noch zusätzlich. Sag dir: „Okay, ich bin gerade im Herbst. Meine Zündschnur ist kurz. Ich brauche heute Abend 10 Minuten nur für mich.“

Es geht um die kleinen Stellschrauben:

  • Vielleicht machst du den Großeinkauf an Windeln, Shampoo oder anderen haltbaren Dingen schon im „Frühling“, damit du im „Winter“ nicht los musst.
  • Vielleicht verschiebst du das schwierige Gespräch mit der Schwiegermutter in deinen „Sommer“.
  • Vielleicht kochst du im „Herbst“ einige Portionen vor und frierst sie ein.
Ein Topf Kartoffeln zum Kochel als mealprep für zyklisches Leben

Fazit: Dein zyklisches Leben ist dein Rhythmus

Wir suchen Sicherheit oft im Außen. In Plänen, in Strukturen, in der Meinung anderer. Dabei trägst du die verlässlichste Struktur direkt in dir. Dein Zyklus ist dein Anker. Er kommt und geht, verlässlich wie die Gezeiten.

Wenn du beginnst, diese Wellen zu reiten, statt dich von ihnen überrollen zu lassen, passiert etwas Magisches: Das Gedankenkarussell wird leiser. Der Druck lässt nach. Und du spürst wieder diese tiefe, ruhige Kraft in dir.

Fang klein an. Beobachte mal: In welcher Jahreszeit bist du gerade? Und was würde dir jetzt gerade gut tun?

Übrigens habe ich ein Ebook/Workbook für dich erstellt, wenn du noch tiefer in das Thema eintauchen möchtest: Mehr gute Tage – Meine Reise zu mehr Balance und Kraft im Zyklus. Ich litt mein Leben lang unter Menstruationsschmerzen und seit der Geburt an PMS Symptomen. In diesem Ebook teile ich mit dir, wie ich das alles endlich hinter mir lassen konnte.

Von Herz zu Herz, Charlotte

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